Turmbau zu Babel
- neu programmiert?
Pieter Bruegel
(um 1560)
Düsterer
Himmel und dunkle Wolken umgeben den Turm.
Stellte Bruegel etwa unsere Klima-Katastrophe dar?
|
Noch
etwas Globales: Global
Dimming
Schon
1985 stellte der Forscher Atsumu Ohmura fest, dass es auf unserem
Planeten dunkler geworden ist. Die Sonnenscheindauer hatte im
Vergleich zu ca. 30 Jahre zurückliegenden Messungen um mehr
als 10 % abgenommen. Seinen Beobachtungen maß man keine
Bedeutung zu, hatte man doch etwa zur gleichen Zeit herausgefunden,
dass auf der Erde eine Klima-Erwärmung zu registrieren ist.
Und Klima-Erwärmung und Verfinsterung passen irgendwie nicht
zusammen, weil wir die Sonne immer gleichzeitig als Wärme-
und Lichtquelle betrachten. Ein Lichtmangel würde sich zunächst
einmal auf das Pflanzenwachstum auswirken, schließlich jedoch
auch auf Mensch und Tier. Als Ursache für die Verdunkelung
nennt man die Veränderung der Erdatmosphäre durch verschmutzte
Luft, die zu anhaltender Wolkenbildung führt, die die Sonnenstrahlen
nicht mehr bis zur Erde durchlässt. |
1.
Mose 11,4
Lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an
den Himmel reicht, damit wir uns
einen Namen machen. |
Genesis
11,4:
...et celebremus nomen nostrum |
Genesis
11,4:
Go to, let us build us a city and a tower, whose top may reach
unto heaven; and let us make us a
name. |
Man
könnte diese Bibelstelle noch in vielen Sprachen wiedergeben,
ist doch die Heilige Schrift, die man auch als das Buch der Bücher
bezeichnet(e), in ca. 1500 Sprachen
übersetzt worden. An dieser Zahl erkennt man, welche Bedeutung
sie einmal hatte. Und in diesem Kapitel
des 1. Buchs Mosis geht es ja gerade um das Thema Sprache bzw. Sprachenverwirrung.
Babel (hebr.) oder Babylon (griech.) war die Hauptstadt Babyloniens,
am Fluss Euphrat gelegen. Ihr Name wird in Gen. 11,9 als balal
("verwirren") gedeutet. Geschichtlich bedeutsam war Babylon
als Residenz Hammurapis, der die Stadt zum politischen und geistigen
Zentrum, den Stadtgott Marduk zum Reichsgott machte und den Tempelturm
Ziqquarat Etemenanki (übersetzt = "Haus, das Fundament von
Himmel und Erde ist") erbaute. Das Bauwerk war 91 m hoch und auf
einer Grundfläche von 8281 qm errichtet.In 1. Mose 11, 6 liest
man: "Da sprach der Herr: Siehe, sie sind
ein einziges Volk und haben alle eine Sprache. Das ist erst der
Anfang ihres Tuns; es wird ihnen nichts mehr unmöglich sein,
was sie sich vornehmen werden." Und Gott verwirrte
daraufhin ihre Sprache.In der biblischen
Erzählung vom Turmbau wird die babylonische Kultur im
Licht des Jahwe-Glaubens beurteilt und hochmütiges
Vertrauen auf eigene Kraft sowie politische Leistung verurteilt
und es wird gezeigt, dass Menschen und Völker ohne Gott nicht
weiterkommen. Man denke in diesem Zusammenhang in Deutschland
an den Fall der Mauer, an den Untergang der antichristlichen DDR
im Schlepptau der damals ebenfalls das Christentum unterdrückenden
UdSSR, deren schnelles und jähes Ende seinerzeit niemand für
möglich gehalten hätte. Kurz vor der so genannten Wende
im Herbst 1989 war z.B. die Nikolaikirche von Leipzig brechend voll
von Besuchern, aber schon mit der Öffnung der Grenzen und dem
Erreichen der Freiheit, also als es den Menschen gut ging, war alles
beim Alten. Wie in Westdeutschland fanden bald nur noch wenige den
Weg zur Kirche. Was aber trotz allem schon seit mehr als 2000 Jahren
immer wieder überlebte -wenn auch mit Zeiten wie heute, wo
man den Glauben, nüchtern betrachtet, zumindest in den Wohlstandsländern
für tot halten muss- ist das Christentum.*
*
Ähnlich wie Dietrich Bonhoeffer vor ca. 70 Jahren stellte
auch Papst Johannes Paul II. auf seiner Polen-Reise in einer
düsteren Predigt im August 2002 resignierend fest: "Die
Menschen leben, als gäbe es keinen Gott."
EXKURS:
Was aber in unseren Tagen auffallend ist, ist die Tatsache,
dass es möglicherweise ein Zurück zu einer
Sprache geben könnte -mit Sicherheit nicht aus Gottes Gefallen
an unserem Abfall von der christlichen Religion. Aber Gottes
Wege sind unerforschlich und wie es weitergeht, steht in seinen
Händen. Konnte man noch vor einigen Jahrzehnten glauben,
die künstliche Sprache "Esperanto" oder das Latein der
Römer hätte die Aussicht Weltsprache zu werden, so
ist heute eigentlich evident, dass nur eine Sprache,
nämlich Englisch, auf dem Siegeszug ist. Dieser Trend ist
eigentlich schon abzusehen gewesen als Englisch internationale
Flugverkehrssprache wurde und die Dominanz des Englischen bekam
noch Auftrieb durch das Internet, wobei
natürlich das Englische genau wie das Deutsche oder vor
allem die romanischen Sprachen viele Relikte aus dem Lateinischen
enthalten, so z. B. im Wortteil "inter"(lat. "zwischen")
oder gerade im lat.Wort "nomen" (Siehe
auch obige Tabelle! dt.:
Name, engl.: name, frz.: nom etc.). Über das Phänomen,
dass Englisch die Welt erobert hat, sind erstaunlicherweise
gar nicht alle Briten begeistert -wie einem Artikel des "Independent"
zu entnehmen war. Wirtschaftlich bedingt rückt mittlerweile
auch die chinesische Sprache in den Blickpunkt des Interesses.
Ein
zum oben genannten Bibeltext passender wissenschaftlich orientierter
Text des Autorenteams Kl. Burmeister, A. Neef und B.
Schulz-Montag mit dem Titel "Was
aber bleibt vom Mensch?"
(auszugsweise) sollte uns zu denken geben: "Vor
knapp zwei Jahren entbrannte die alte Diskussion um den Einfluss neuer
Technologien auf die menschliche Evolution erneut. Auslöser war
Bill Joys Aufsatz >Why the future doesn't need
us< im amerikanischen Kult-Magazin "Wired". Aufbauend auf
den Thesen des Robotik-Philosophen Hans Moravec malte Joy ein Horrorbild:
Der Mensch sei durch Nano-, Gen- und Robotiktechnologien und
unter den Bedingungen weiterhin exponentiell wachsender Rechnerleistungen
auf dem besten Wege, sich selbst abzuschaffen.
Auch der Futurologe Ray Kurzweil bestätigte kurz darauf
in mehreren Beiträgen die realen Gefahren, die von sich selbst
reproduzierenden intelligenten Robotern für den Menschen ausgehen
könnten, sah die Entwicklung jedoch insgesamt optimistischer.
Kurzweils persönlicher Techno-Fahrplan: Im Jahr 2010 brauchen
wir keine Monitore mehr, weil sämtliche Informationen auf unsere
Netzhaut projiziert werden, wir werden immer online sein und uns mit
künstlich erzeugten Personen im audiovisuellen virtuellen Raum
treffen. 2019 hat ein PC dieselbe Leistungskraft wie ein menschliches
Gehirn. Noch einmal gut 10 Jahre später werden intelligente Roboter
(Nanobots) durch unsere Adern kreisen, die in der Lage sein werden,
mit körpereigenen Neuronen zu kommunizieren.
Warum denn überhaupt noch die Mühsal des Lernens auf
sich nehmen? Unser Gehirn, mit Hilfe nichtbiologischer Intelligenz
aufgerüstet, wäre dann in der Lage, sich Wissen direkt aus
dem Computer ins Gehirn herunterzuladen. Und wenn der Mensch an seine
natürlich-biologischen Grenzen gerät, taub, blind, krank
oder einfach nur alt wird - kein Problem: Teile unseres Gehirns oder
Nervensystems werden durch Elektronik-Implantate ersetzt, Krebszellen
durch Nanobots zerstört und neue Gewebe oder Organe aus Stammzellen
einfach nachgezüchtet. Der Mensch als Cyborg,
als kybernetischer Organismus, in dem die Grenzen zwischen natürlichen
und künstlichen Anteilen verwischen.
...
Und wer weiß: Das Paradox der Wissensgesellschaft
besteht bekanntlich darin, dass mit dem Aufdröseln von Nichtwissen
in handhabbare Lösungen und bearbeitbare Probleme zugleich immer
auch neues Nichtwissen erzeugt wird, wobei das Nichtwissen schneller
wächst als das Wissen. Wie lang oder kurz die Zeithorizonte auch
sind, innerhalb derer sich die genannten Entwicklungen vollziehen
werden, ist nebensächlich. Ob und zu welchem Zeitpunkt der Mensch
eines Tages tatsächlich durch Roboter ersetzt wird, sich dank
rekonstruktiver Chirurgie zum Hybridwesen aus natürlichen und
künstlichen Komponenten entwickelt, durch Xenotransplantation
zum Mischorganismus aus menschlichen und tierischen Anteilen mutiert
oder sich einfach >nur< durch Gen-Design selbst optimiert - der
Trend weist jedenfalls in dieselbe Richtung. Der
Mensch ist auf dem Weg, die
Evolution in die eigene Hand zu nehmen, statt sie dem Zufall zu überlassen
- und damit auf dem besten Wege, sich
auf lange Sicht selbst abzuschaffen.
Auch wenn solche Zukunftsvisionen wie Stoff
für Sciene Fiction und Horrorschocker klingen, möge man
sich vergegenwärtigen, dass diese Entwicklungen faktisch stattfinden
und vorangetrieben werden. ... Der
Mensch ist in diesem Prozess aktiv gestaltender Treiber und passiv
Getriebener zugleich."
An
anderer Stelle (S. 103) schreiben übrigens die drei Autoren noch
etwas Bemerkenswertes, nämlich etwas die Fortschrittsgläubigkeit
Relativierendes: "Erst
die bewusste Verarbeitung, Auswahl, Bewertung und Verknüpfung
von Informationen zu etwas Neuem, zu Ideen, Problemlösungen und
Handlungen, zu Produkten und Dienstleistungen, lässt "Wissen"
entstehen. Eine Kulturleistung, die bislang -und daran haben auch
die Fortschritte der Künstlichen Intelligenz nur bedingt etwas
geändert- nur der Mensch zu vollbringen in der Lage ist. Dieses
Wissen ist an Subjekte (Individuen, Institutionen) gebunden. Im Gegensatz
zu materiellen Ressourcen verbraucht sich Wissen durch seine Nutzung
nicht, sondern vermehrt sich, indem es mit anderen Subjekten geteilt
wird. Wenn alle Mitarbeiter eines Software-Konzerns gleichzeitig kündigten,
so bliebe von diesem nichts übrig als einige wertlose Schreibtische,
Computer und Bürogebäude." Also
braucht man zumindest vorerst noch den Menschen, der doch als Gottes
Ebenbild zu sehr viel Kreativität in der Lage sein kann. Und
Kreativität ist ja heute mehr denn je gefragt. Und ich denke,
dass wir auch den brauchen, der uns mit den vielen verschiedenen
Qualifikationen ausgestattet hat, nämlich Gott, den Schöpfer,
in der lat. Bibelübersetzung "creator" genannt. Es wäre
vielleicht an der Zeit vom überschätzend Anthropozentrischen
zum Theozentrischen zurückzukehren, einfacher ausgedrückt:
Es wäre ratsam, wieder Gott mehr in den Mittelpunkt zu stellen
als den immer noch vergänglichen Menschen.
Suggestibel, anerkennungsbedürftig und gruppenabhängig wie
die Menschen sind, werden sie sich früher oder später zu
allem technisch Machbaren verführen lassen und auch nichts dabei
finden, sich Identifikationschips implantieren zu lassen, damit man
sie beispielsweise bei einem Kreislaufkollaps in abgelegenen Gebieten
schnell orten kann. Bei Tieren findet diese Technik bereits Anwendung,
um sie schneller zu finden, wenn sie entlaufen sind. Man muss alles
nur schmackhaft servieren und dann macht die breite Masse mit. Wie
wir aber aus der Geschichte wissen, liegt nicht immer die Majorität
richtig, manchmal ist auch die Minorität auf dem richtigen Weg.
Ohne Ray Kurzweils "Techno-Fahrplan" für die nächsten dreißig
Jahre kritisieren zu wollen, weil er ja nur das Wahrscheinliche zum
Ausdruck bringt, sei mir die alte deutsche, heute nicht mehr so geläufige
Redensart zu zitieren gestattet: Der Mensch denkt, Gott lenkt. Dass
der Mensch eben nicht alles im Griff hat, beweist sich immer wieder
bei Naturkatastrophen wie etwa bei den Überschwemmungen im August
2002 in Deutschland und Österreich. Jedoch selbst die -vor allem,
wenn sie regional begrenzt sind- bringen die Menschheit insgesamt
nicht auf Dauer näher zu Gott; denn wenn die Gefahr gebannt ist,
ist alles Schnee von gestern. Auch das Desaster vom 11. September
2001 in New York hat keine Langzeitwirkung gezeigt. In einer Schlagzeile
der Ev. Kirchenzeitung vom September 2002 heißt es: "Leere Kirchen
wie eh und je", Untertitel: "Ein Jahr danach ist die Frömmigkeit
in den USA wieder verebbt". Und das, obwohl einige amerikanische Pastoren
nach den Anschlägen eine massive Rückkehr zum Glauben prophezeit
hatten. Der Fernsehprediger Pat Robertson erwartete sogar eine Bekehrung
historischen Ausmaßes. Denkste! Wo aber erstaunlicherweise ein
starkes Interesse an der biblischen Botschaft besteht, ist das "Reich
der Mitte". In der Volksrepublik China, in der immer noch eine eingeschränkte
Religionsfreiheit herrscht, ist die Bibel mittlerweile zu einem Bestseller
geworden, der gleich nach den Werken Deng Xiaopings kommt.
Ein weiteres Buch,
das sich mit Zukunftsvisionen beschäftigt, trägt den Namen
Menschmaschinen
-
wie uns die Zukunftstechnologien neu erschaffen
Die
amerikanische Originalausgabe erschien 2002 unter dem Titel:
Flesh and Machines
In
den Labors von Rodney Brooks* entstanden in den letzten Jahren faszinierende
Geschöpfe. Eines davon ist der Roboter Kismet, der in der Lage
ist, auf Stimmungen seiner menschlichen Gesprächspartner zu reagieren
und selbst Gefühle zu zeigen. Andere wie der Marsroboter Sojourner,
können sich selbstständig im Raum orientieren und in unbekannten
Situationen unabhängig handeln. Die Erschaffung intelligenter
Roboter ist in greifbarer Nähe.
Schon macht das Schlagwort die Runde, die Zukunft
würde den Menschen nicht brauchen. Doch Rodney Brooks ist anderer
Ansicht: Der Mensch wird mit Hilfe der neuen Technologien die eigene
Evolution vorantreiben. Schon heute werden elektronische Gehörschnecken
und Netzhäute aus Silikon entwickelt. Wissenschaftler arbeiten
an Prothesen, die vom Gehirn aus gesteuert werden und wie natürliche
Gliedmaßen funktionieren. Vielleicht
werden künftige Schülergenerationen mit Hilfe eines implantierten
Internetzugangs Zugriff auf alle Bibliotheken der Welt haben.Mensch
und Maschine verschmelzen zu einer Einheit.
Es ist ein Menschheitstraum, die Schöpfung
selbst in die Hand zu nehmen. Nach der revolutionären Entwicklung
der Roboter- und der Biotechnologie sind wir diesem Ziel näher
als je zuvor. Der Mensch bereitet gerade seinen nächsten Evolutionsschritt
vor: die Verschmelzung mit der Maschine.
"In einigen Jahren werden wir Maschinen haben,
die nur Vorrichtungen sind und andere, die unsere Freunde werden."
*Prof. Dr. Rodney Brooks ist Direktor des Artificial Intelligence
Lab am Massachusetts Institute of Technology Quelle:
Rodney Brooks, Menschmaschinen - wie uns die Zukunftstechnologien
neu erschaffen,
Campus Verlag, Frankfurt/Main - New York, 2002
Chips verhindern
keine Entführung von Kindern
Die
St. Lukas - Klinik in Solingen und die Universitätsklinik
in Lübeck schützen Neugeborene mit Chips am Armband
gegen Entführung. In England hat eine viel weitergehende
Idee nach der Entführung und Ermordung zweier zehnjähriger
Mädchen in Cambridge Zuspruch gefunden: die Implantation
von Chips. Die Amerikaner wollen auf eher konventionelle Art Kinder
und Jugendliche schützen: Sie verfahren nach einem Alarmplan
namens "Amber Alert".
Der englische
Kybernetiker Kevin Warwick treibt die Chip-Implantation zur Perfektionierung
des Menschen auch mit Selbstimplantaten an, berichtet Spiegel
Online. In der Wissenschaft durch seine Experimente eher isoliert,
hat der Professor nun Zulauf von ängstlichen Eltern. Mit
dem Global Positioning System
(GPS) verbunden, soll der unter
der Haut sitzende Chip Eltern stets über den Aufenthaltsort
ihrer Kinder informieren. Weltweit ortbar für die Eltern
- spätestens im Teenageralter werden die Sprösslinge
versuchen, den Chip wieder loszuwerden.
Verhindern
aber kann die Technologie eine Entführung ohnehin nicht.
Warwick und seine Interessenten sehen allerdings große Chancen,
ein entführtes Kind lebend zu finden. Das aber bezweifeln
Experten.
Abschreckend
könne der Chip allenfalls dann wirken, wenn äußerlich
sichtbar sei, dass das Kind einen trage. Ansonsten könnte
eher Gegenteiliges erreicht werden. Im ungünstigen Fall,
so Spiegel Online, erhöht die sofortige Ortbarkeit
den Druck auf den Entführer so sehr, dass sich dies negativ
auf das Entführungsopfer auswirken könnte.
Peter Wetzels,
Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen
dazu im Spiegel - Interview: "Der Chip führt vielleicht
dazu, dass man das getötete Kind schneller findet, aber nicht
dazu, dass es überlebt."
Wetzels
erläutert die Relationen: Vier bis sechs Kinder werden pro
Jahr in Deutschland entführt. "Dafür sechs bis sieben
Millionen Kinder mit Chips auszustatten, wäre ein
Eingriff von Orwellscher Anmutung."
Er verneint
auch die abschreckende Wirkung. Triebtäter handeln nicht
rational. Sie denken nicht darüber nach, ob ihr potenzielles
Opfer einen Chip trägt oder nicht.
Der "Amber
Alert" in den USA wurde 1996 nach dem Tod der entführten
Amber in ihrem Heimatort Arlington entwickelt. Im Mittelpunkt
steht die blitzschnelle Information der Bevölkerung durch
die Polizei in einer umfassenden Allianz von Polizei, Medien und
Bürgern. Innerhalb von Minuten unterbrechen die regionalen
Rundfunk- und Fernsehsender ihre Programme und melden den Alarm.
Angaben über Alter, Aussehen, Kleidung des Kindes werden
verbreitet. Und falls vorhanden auch eine Beschreibung des Täters
und seines Fluchtfahrzeuges.
Der Amber -
Plan läuft inzwischen in 32 US - Bundesstaaten sowie in Kanada.
Mindestens 23 Kinder konnten bisher gerettet werden, berichtet
die Studiengruppe "National Center for Missing and Exploited Children".
Dee Anderson,
eine der Urheberinnen des Amber - Planes erklärt: "Nach unseren
Informationen haben mehr als 90 Prozent aller Verkehrsteilnehmer
ihr Autoradio eingeschaltet. Die Polizei bekommt plötzlich
Millionen von Augen und Ohren und das ist ein machtvolles Werkzeug
für uns."
Quelle:
WEISSER RING "direkt" 5/2002, S. 2
|
Ein
futurologisches Soliloquium
|
Wir müssen doch nicht
alles machen, was wir können.
Nein, wir müssen
es nicht.
Aber?
Aber wir werden es machen.
Und weshalb?
Weil wir nicht ertragen, wenn
der kleinste Zweifel bleibt, ob wir es wirklich
können.
Hans
Blumenberg
(1920
-1996, Philosoph)
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Hallo,
da oben!
Wir
sind fertig mit Erde untertan machen.
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Zeichnung:
Johann Mayr
(aus der Ev. Kirchenzeitung)
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Copyright ©
Wolfgang Jakupka
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