You're  hearing: Tedeum D-Dur (Prélude) von M.A.Charpentier arranged by Tomasz Golaski
 

THE INTERIOR OF THE CHURCH

 


 
 

The altar 1)
in the niche behind it the window with Jesus Christ as the Good Shepherd

Look at the main entrance, the gallery and the rose window

 

The niche with the plaques 2)
for the soldiers who died in the First and Second World War or who are missing.

On the left side the former tabernacle.

The organ

Soli Deo Gloria
For Johann Sebastian Bach all music only had to praise God the Almighty.

PROTESTANT 
CHURCH 
of
SCHÖNBORN 

The coat of arms of the village


 

The pulpit was built in 1720.

On its front you can see flowers and fruits carved in wood and painted in soft colours.

 

 

The rose window on the southern side

Western side window

 

 

Upper part of the western window

Jesus as the good shepherd

 


 

HOW IT LOOKED IN FORMER DAYS

 


Altar and pulpit

Niche on the eastern side with plaque


Mural painting at the top of the wall behind the altar; at the edge under the painting you could read:

"Come unto me, all ye that labour and are heavy laden, and I will give you rest" (St. Matthew 11, 28)

Under the window picture of the Good Shepherd stood on the wall the following verse from the Bible:

"The Lord is my shepherd, I shall not want" (Psalm 23, 1)


 
 

Annotations

1) In this church there is a curiosity which results from a renovation and extension in 1898. In opposite to all other Christian churches here the altar doens't stand in the east where the sun is rising but in the north where she is never to be seen. 
The altar itself was put up in 1965. It consists of "Hohensteiner Klinker" (red bricks). Immured in the altar you find a cassette with a document that comprises a charity appeal for the extension building which was completed in 1898: "Our poor parish has been longing since 100 years for a dignified place of worship instead of the ancient and musty church which cannot be used any longer in winter."

2) In this lateral recess in the east there was placed the altar of the old church.

3) Disposition of the today's organ (complete renovation of the old organ by the organ builder Günter Hardt in Möttau near Weilburg/Lahn in 1980. Only the case was preserved. Official opening on 12 th September 1980, 8.00 p.m.):
Registers of the m a n u a l : Principal 8', Gedackt 8', Octave 4', Rohrflöte 4', Nasart 3', Octave 2', Terz 13/5', Mixtur 11/2'

Registers of the p e d a l : Subbass 16' und Octavbass 8'. Besides there is a pedal coupler. Total number of the pipes:  612

The old organ of the year 1898 (year of the extension of the church bulding) had been built by the former firm Weigle in Echterdingen near Stuttgart.
In the manual she had the following registers: Prinzipal 8', Gedackt 8', Gamba 8', Salizional 8', Flöte 4', Cornettino 2f, Oktav 4', Oktav 2'. The today's pedal registers correspond to those at that time; the old pipes however were replaced by new ones.


Allgemeines zur Kirchenorgel

Der Begriff "Orgel"ist abgeleitet von dem griechischen Wort "organon" = Werkzeug, (musikalisches) Instrument. 
Zu den Vorläufern der Orgel zählt die Wasserorgel (Hydraulis) des Ktesibios von Alexandria im dritten vorchristlichen Jahrhundert.Im Westen taucht die Wasserorgel 757 n. Chr. als Geschenk Konstantins V. an Pippin auf. 951 wird ein Orgelwerk mit 400 Pfeifen in der Kathedrale von Winchester erwähnt. Positiv, Portativ und Regal waren die kleineren Formen ungefähr im 11. Jahrhundert. Erst im 14. Jahrhundert kam das Pedal hinzu (Louis van Valbecke, Brabant). Im Barock erlebte die Orgel ihre Blütezeit. Deutsche Orgelbauer der Barockzeit waren J. Gabler, K.J. Riepp, A. Schnitger und  G. Silbermann.  J.S. Bach mit seinen Präludien, Toccaten,  Fugen und zahlreichen Choralvorspielen sowie Händel mit seinen Orgel - Konzerten entfalteten die Klangmöglichkeiten der Orgel vortrefflich. 

Die  Orgel ist ein Tasteninstrument, bei dem Pfeifen als Tonerzeuger durch Wind zum Klingen gebracht werden. Die Windladen, in denen die Pfeifen sitzen, enthalten Sperrungen für die einzelnen Register und Öffnungsventile für die einzelnen Töne. Die Hauptteile sind die Pfeifen mit den Windladen, die Traktur und der Spieltisch. Vom Spieltisch aus wird der Tastendruck durch schmale Holzleisten oder Drähte (Traktur) zu den Pfeifen übertragen.  Die kleinen Orgeln haben  einen Spieltisch mit nur einem Manual (Tasten für die Hände). Große Orgeln können bis zu 6 schräg übereinander angeordnete Manuale haben. Die Tasten für die Füße nennt man Pedal. Die Pfeifen werden aus Holz, Zinn-Blei-Legierungen oder Kupfer gefertigt. Man unterscheidet zwischen Lippenpfeifen (z.B. Prinzipal) und Zungenpfeifen (z.B. Trompete, Vox humana). Neben den offenen gibt es gedeckte Pfeifen (z.B.Gedackt). Die von vorn sichtbaren Pfeifen nennt man Prospektpfeifen. Die Fußzahlen der Register ( 32', 16', 8', 4', 2') geben die Länge der tiefsten Pfeifen an. Dabei heißen die Register in Normallage 8'-Register. Die Register, die eine Oktave tiefer klingen, sind die 16'-Register und die, die eine Oktave höher klingen, haben 4'-Lage. Mixturen (gemischte Stimmen) sind Register, die mehrfache Klangkombinationen von hohen Registern darstellen. Sie erzeugen die typische scharfe, helle Klangfarbe der Orgel. Neben bzw. über dem Manual/den Manualen sind die Registerzüge zu sehen. Bei der mechanischen Traktur sind dies Knöpfe an Zugstangen, bei pneumatischer (Traktur wird durch Druckluft betätigt) und elektrischer Traktur Kippschalter, "Wippen" genannt.  Pedal und Manual(e) können durch sog. Koppeln miteinander gekoppelt werden. Manche Orgeln besitzen ein Schwellwerk mit Jalousien, das es ermöglicht, den Klang allmählich leiser bzw. lauter werden zu lassen.(cresc./decresc.). Früher erfolgte die Windversorgung durch das Treten des Blasebalges, seit etwa 1890 hat der Windmotor diese Funktion übernommen.

Wegen der Klangvielfalt und Größe nannte man die Orgel auch "Königin der Instrumente". In unserer Zeit der elektronischen Musikerzeugung und der Möglichkeit der Klangverstärkung von Instrumenten hat sie leider stark an Bedeutung verloren und die angebotenen Orgelkonzerte werden -wenn überhaupt- überwiegend von der älteren Generation besucht. Allenfalls bei kirchl. Trauungen ist der Orgelklang aus nostalgischen Gründen noch gefragt. Auch fehlt es an Organisten-Nachwuchs.

An den großen Orgeln einiger Kathedralen hat inzwischen sogar die Computertechnologie ergänzend Einzug gehalten.

 
 
 


 
 
Organist Prof. Edgar Krapp an einer mehrmanualigen Orgel
Spieltisch der Gabler-Orgel in der Basilika Weingarten

 
 
Heilige unserer Zeit

Was laut und spektakulär, schrill und grell daherkommt, ist oft mehr Schein als Sein. Das wirklich Wichtige im Leben ist leise. Die eigentlichen Helden und Heiligen unserer Zeit sind Menschen, die Monate oder Jahre schwer kranke Angehörige pflegen oder ein behindertes Kind aufziehen.

Manfred Kock, Präses der EKD
Zu dieser Aussage von Präses Kock passt ein Zitat von Adalbert Stifter: "Die großen Taten der Menschen sind nicht die, welche lärmen. Das Große geschieht so schlicht wie das Rieseln des Wassers, das Fließen der Luft, das Wachsen des Getreides."
Auch Goethe brachte es ähnlich zum Ausdruck: "Was glänzt, ist für den Augenblick geboren; das Echte bleibt der Nachwelt unverloren."

 

Bundespräsident Johannes Rau (†):

Eine Gesellschaft, in der es nur darum geht, dass jeder und dass alles  funktioniert, ist eine kalte, herzlose Gesellschaft. Wir müssen für eine Gesellschaft einstehen, die auch Wärme ausstrahlt und vermittelt, damit sich Menschen angenommen und geborgen fühlen können. Deshalb wünsche ich mir eine Gesellschaft, deren Zeichen nicht der Ellenbogen ist, sondern die ausgestreckte Hand.

Aus: "Lebenshilfe aktuell" 10/2003, Zeitschrift der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. , www.lebenshilfe.de

 


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