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Blick
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Foto - Impressionen
rund um die Kirche
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Zur
Geschichte der Kirche (aus der
Dorfchronik "Schönborn"/Rudolf Herold)
Ursprünglich
war fast ganz Nassau der Erzdiözese Mainz unterstellt. Im 11. und 12. Jahrhundert
ging das Gebiet an der Lahn und auf dem mittleren Taunus an die Oberhoheit der
Erzdiözese Trier, Archidiakonat St. Lubentius, Dietkirchen über. Ihm
war unter anderem das Landkapitel Kirberg unterstellt, zu dem in unserem Raum
Dörsdorf, Klingelbach und Schönborn gehörten.
Über die Anfänge kirchlichen Lebens in
Schönborn weiß man nur wenig. So ist auch nicht überliefert, wann
die erste Kapelle in Schönborn erbaut wurde. Sie soll ein frühromanischer
Bau gewesen sein, der viel älter war als die erste Erwähnung im Jahr
1432 annehmen lässt. Man nimmt an, dass die nassauischen Ministerialen von
Schönborn, die nach 1250 im Dienst der Grafen von Katzenelnbogen standen,
diese erste Kapelle haben errichten lassen.
Aus der ältesten Urkunde
vom 16.3.1432 ist zu schließen, dass die von Schönborn das Präsentationsrecht
(Vorschlagsrecht) besaßen. Danach schlugen Ritter Gilbert von Schönborn
und die Knappen Gilbert und Wilhelm dem Archidiakonus in Dietkirchen Werner von
Stein für die durch Verzichtleistung erledigte Pfarrei Schönborn durch
Christian Rytpatt den Kleriker Johann, Sohn des Hello von
Klingelbach, vor. Um
1530 wurde Schönborn evangelisch. Die alte Kirche erbaute man vermutlich
im Jahr 1634. Das nimmt man deshalb an, weil an der Kirchentür die Jahreszahl
1634 in Holz eingehauen war. Im Jahre 1688 baute man einen neuen Kirchturm, der
heute noch steht. Am
3. Oktober 1897, dem Erntedanktag, fand der letzte Gottesdienst in dieser alten
Kirche statt, die man zur Erneuerung des Kirchenschiffs teilweise abriss. Am 5.Oktober
1897 begann das Ausräumen und am 7.10. der Abbruch. Der alte Turm und der
ehemalige Altarraum wurden in das Projekt einbezogen, weil sie noch in gutem Zustand
waren. Das neue Kirchenschiff wurde quer zum alten Kirchenschiff gebaut. Der ehemalige
Altarraum, der als seitliche Nische seit 1920 die Gedenktafeln für die im
Krieg gefallenen Soldaten und Vermissten enthält, steht dem Turm gegenüber.
Innerhalb eines Jahres war der Umbau vollzogen. Die Einweihung der neuen Kirche
erfolgte am 13.November 1898 mit einem Festgottesdienst.
Am 10. Februar 1924 wurden zwei neue Glocken ihrer
Bestimmung übergeben. Bei
der Renovierung im Jahre 1963 wurde etwas zu gründlich renoviert, indem man
die Wandgemälde, die sich an der hinter dem Altar befindlichen Wand und in
der seitlichen Nische mit den Gedenktafeln befanden, überstrich. Die letzte
Renovierung fand im Jahr 2000 statt. Der vorher alles dominierende Grauton verschwand.
Gelbe bis braune Farbtöne und Holz bestimmen jetzt das Bild. Der Festgottesdienst
zur Einweihung der abermals renovierten Kirche fand am 2. April 2000 statt.* Die
Predigt hatte das Gleichnis vom Senfkorn (Markus 4,30-32) zum Inhalt.
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nach oben Ev.
- Luth. Kapelle Erwähnenswert
ist noch die Tatsache,dass sich in unmittelbarer Nähe der beschriebenen Kirche
eine zweite, kleinere Kirche befindet. Sie dient der lutherischen Gemeinde als
Gotteshaus.- Entstehungsgeschichtlich geht sie auf das Jahr 1860 zurück.
Die Kapelle selbst wurde in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts errichtet.
Wie kommt es nun aber, dass
in einem kleinen Dorf wie Schönborn zwei evangelische Kirchen stehen?
Die nassauische Union wurde 1817 aus Lutheranern
und Reformierten gebildet. Als aber der Unionskatechismus erschien, in dem die
Person Christi vielen nicht deutlich genug als Gottes Sohn behandelt wurde, begann
bei den noch streng lutherisch Gesinnten eine geheime Opposition, die nach einer
Reihe von Jahren 1846 auf einem Konvent von Steeden (liegt bei Limburg) unter
der Leitung des Kaplans F. Brunn von Runkel dahin führte, dass die Missgestimmten
ihren Austritt aus der nassauischen Unionskirche erklärten und die altlutherische
Gemeinde bildeten. Pfarrer Bode, der von 1851 bis 1860 Pfarrer in Schönborn
war und aus dem Königreich Hannover kam, war von Haus aus Lutheraner und
stand der nassauischen Union kühl, wenn nicht ablehnend gegenüber. Sein
Wunsch, dass die Gemeinde Schönborn sich dem Konvent zu Steeden anschließen
würde, ging nach seiner Versetzung nicht in Erfüllung. Es traten nur
wenige Familien diesem Konvent bei. Sie errichteten dann in den 80-er Jahren des
19. Jahrhunderts ein eigenes Bethaus und wurden zunächst von Steeden, später
von Wiesbaden aus als Diaspora-Gemeinde betreut. Der Wiesbadener Pfarrer wurde
in Zollhaus abgeholt und übernachtete sogar im Altarraum der Kapelle. Seit
etlichen Jahren werden die Schönborner Lutheraner von
der Selbständigen Ev.-Luth. St. Johannes-Gemeinde
Limburg1)aus betreut. [Das Bundesland Hessen verkaufte die
St. Johannes-Kapelle, die zwischen 1322 und 1324 als Kapelle eines ehemaligen
Zisterzienserklosters erbaut wurde und sich in unmittelbarer Nähe der alten
Limburger Lahnbrücke befindet, im Jahr 2002 an die SELK Limburg, nachdem
sie zuvor nur angemietet war. Von 1830 bis 1866 war sie die Kirche der landeskirchlichen
evangelischen Gemeinde, von 1866 bis 1903 diente sie der jüdischen Gemeinde
als Synagoge.] Gottesdienste finden inzwischen in der kleinen
Schönborner Kirche nicht mehr statt. Hausgottesdienste werden jedoch nach
vorheriger Absprache gehalten. In Bad Ems findet nur einmal im Monat ein Hausgottesdienst
statt. In der Bechtheimer Kapelle, die auch von der kath. Kirche genutzt wird,
ist zweimal im Monat Gottesdienst. 1)Selbständige
Evangelisch - Lutherische Kirche (SELK)
Evangelisch-Lutherische St.
Johannes-Gemeinde Limburg/Lahn (Limburg,
Bad Ems, Bechtheim, Schönborn)
Ev.- lutherische Kirche
Schönborn |

Innenraum
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Klosterruine
Bärbach (bei Schönborn) Hier
hat vor langer Zeit ein Einsiedler namens Gottschalk in einer Klause gelebt, der
als Stifter des Klosters gilt. In einer Stiftungsurkunde des Grafen Gerlach von
Nassau aus dem Jahr 1334 taucht der Name "Berbach" erstmals auf.* Die Kirche von
Bärbach wird 1348 zum ersten Mal genannt. Das Klarissinnenkloster hieß
"Monasterium Sancti Salvatoris in Berpach" (Kloster des Heiligen Erlösers
in Berbach). Durch Schenkungen und Ankauf von Land und Weinbergen im Aartal, im
Limburger Becken und an der Lahn wurde das Kloster wohlhabend. Beim Aussterben
des Grafengeschlechts der Katzenelnbogener im Jahr 1479 fiel das Kloster an Hessen.
Bereits 1526 ließ Philipp von Hessen hier erstmals evangelisch predigen.
Das Kloster wurde im Jahr1584
zerstört. Nur noch einige Mauerreste erinnern heute an das einstige Kloster.
Die alte Klosterglocke hängt heute in der evangelischen Kirche
von Wasenbach. Im Jahr1803 kam Bärbach mit der Niedergrafschaft Katzenelnbogen
in nassauischen Besitz. *In
der Stiftungsurkunde heißt es: "Ich, Graf Gerlach von Nassau,
will zu aller Kenntnis gelangen lassen, dass ich zum Heil meiner und meiner Eltern
Seelen beschlossen habe, dass in der Fuchsenhöhle [liegt
zwischen Schönborn und Birlenbach] im Bezirk meiner
Gerichtsbarkeit eine Kirche (Kapelle) erbaut wird, dass alle Äcker und Wiesen
am Ufer des Berbachs im oberen Teil bis zur Limburger Straße und im unteren
Teil bis zu seiner Grenze dazu gehören und dass die, die dort Gott dienen,
ihren genügenden Lebensunterhalt haben und dass ich im ewigen Leben mit meinen
Eltern einen immerwährenden Lohn empfangen werde. Zur Bezeugung dieses Testaments
drücke ich mein und meiner Eltern Siegel bei. Im Jahre des Herrn 1334."
Zurück
nach oben *Anekdote
an Don
Camillo und Peppone erinnernd Der
Festgottesdienst zur Einweihungsfeier der renovierten Kirche im April 2000 war
gerade zu Ende und die Gottesdienst-Besucher strömten samt der anwesenden
Geistlichkeit eilends zum nahe gelegenen Gasthaus um dort an einem kleinen Empfang
teilzunehmen, der auch das leibliche Wohl nicht außer Acht ließ. Das
Gotteshaus wurde abgeschlossen und in dem Gasthaus wurden bereits die ersten Grußworte
gesprochen bzw. Reden gehalten, aber noch niemand hatte bemerkt, dass einer,
der auch eine Rede halten wollte, fehlte. Wie
erstaunt waren die Gäste, als sich plötzlich einer der Anwesenden wunderte,
dass von der abgeschlossenen, vermeintlich bis auf das Mobiliar leeren Kirche
noch einmal volles Geläut ertönte. Das konnte doch nicht mit rechten
Dingen zugehen. In der Tat! Als man nämlich zur Kirche ging um einmal nachzusehen,
was los sei, stellte sich beim Aufschließen der Kirchentür heraus,
dass Verbandsgemeinde-Bürgermeister H.Gemmer und Organist W. Jakupka unbemerkt
in der Kirche eingeschlossen worden waren. Der Bürgermeister war noch einmal
zur Orgel hochgegangen um sich diese anzusehen. Und schon war es passiert! Da
der Bürgermeister sein Handy im Auto zurückgelassen hatte und der Organist
keinen Schlüssel bei sich trug, kamen die beiden nach mehrminütigem
Beratungsgespräch auf die Idee noch einmal das Läutewerk einzuschalten.
Mit Erfolg! Nach etwa einer guten Viertelstunde waren die beiden aus dem "Gefängnis"
befreit. Zurück
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Der ehemalige
von Boos'sche Hof vor
dem Aufgang zur Kirche Vor
diesem Gebäude ist noch ein alter Grenzstein mit dem
Wappen der Boos von Waldeck zu sehen.
Wenn Sie mit der
Maus am unteren Bildrand entlangfahren, finden Sie die Stelle.
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Die drei Gürtelschnallen
| Vergleichen
Sie hierzu das Ortswappen von Wasenbach!
Der
auf dem Grundstück des heutigen Hauseigentümers gefundene Grenzstein
aus der Abgrenzung des Gehöfts (> Zehnthof) soll etwa aus dem Jahr 1800 stammen.
Auf seiner Vorderseite sieht man ein wie ein Schild gearbeitetes mit einer Krone
geschmücktes Wappen, auf dem drei von links oben nach rechts unten verlaufende
Gürtelschnallen zu erkennen sind. Es handelt sich hierbei um das Wappen der
Boos von Waldeck. Die Boos von Waldeck stammten aus dem
Hunsrück von der Burg
Waldeck im Baybachtal.*
Auf der Burgruine Waldeck entstand
1921 der "Nerother Wandervogel". Die Boos von Waldeck hatten weiteren Besitz in
Koblenz, in Altorf bei Landau, Burg Montfort bei Rockenhausen im Alsenztal sowie
in Osterspai am Rhein. |
*
Die Burg Waldeck liegt etwa nordöstlich von Kastellaun in der Nähe von
Beltheim im Hunsrück. Wenn Sie Beltheim auf der Karte gefunden haben und
dort mit der Maus feinfühlig suchen, finden Sie die genaue Position
der Burg Waldeck.
Quelle:
DIERCKE Grundschulatlas Rhld.-Pfalz (mit
freundlicher Genehmigung des Westermann-Schulbuchverlags) Zurück
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