Cramberg - Habenscheid - Schaumburg

Das Pfarramt in Cramberg ist zunächst zuständig für die evangelischen Christen von Cramberg selbst und von Balduinstein. Der ortsansässige Pfarrer betreut die Kirche von Wasenbach mit, zu dem die Dörfer Biebrich, Steinsberg und Wasenbach gehören. Auch die Feldkirche von Habenscheid und die Schaumburg werden von Cramberg aus seelsorgerisch begleitet. In Habenscheid und in der Schaumburg finden keine regelmäßigen Gottesdienste statt. Sowohl die Habenscheider Kirche als auch die Kapelle der Schaumburg werden aber wegen ihres besonderen Ambientes immer wieder gern für Trauungen in Anspruch genommen. Zu Pfingsten findet in Habenscheid ein feierlicher Gottesdienst statt und an Heiligabend wird in der kleinen, festlich illuminierten Kirche ein Mitternachtsgottesdienst angeboten.

Ev. Kirche Cramberg

 

Teil des Cramberger Lahn-Bogens vom Gabelstein aus gesehen

Cramberg hieß früher (1445) Cramburgk, also "Burg an der Lahnkrümmung". Die letzten Reste der Burg sind aber um das Jahr 1900 verschwunden. Da C. hoch oben über dem Lahntal liegt, trifft auch der Name Cramberg zu. Die Lahntalbahn kürzt den Bogen, den die Lahn zwischen Balduinstein und Laurenburg macht, durch einen 772 m langen Tunnel ab. Durch den Berg führt außerdem ein Stollen, an dessen Ende das Wasser etwa 10 m tief auf die Turbinen des Cramberger Kraftwerks fällt. [Krampe = ein U-förmig gebogener Metallhaken]

 

Feldkirche Habenscheid


 
Blick auf den Altar
Decken-Ornament 
Taufstein
Seitenfenster rechts

 

Schaumburg

Blick auf die Schaumburg
Balduinstein mit Schaumburg

 
Fürstenkapelle der Schaumburg
2. Fenster von rechts,
oberer Teil

 

Die "Schouwenburch" wird 1197 erstmals erwähnt und wurde von den Grafen von Leiningen erbaut. Sie verdankt ihren Namen der Tatsache, dass man von ihrem 42 m hohen Turm weit ins Land "schauen" kann. Der heutige Name "Schaumburg" ist somit sprachlich irreführend. 1848 erfolgte ein Neubau des Schlosses in englisch-neugotischem Stil. Man hat von hier oben nicht nur einen Blick auf Balduinstein mit der Lahn, sondern auch auf einige Dörfer, die auf der rechten Lahnseite im Westerwald liegen. Deutlich zu erkennen sind die Städte Diez und Limburg. Vom Schlosshof her zu sehen ist ein Standbild des Reichsgrafen Peter Melander von Holzappel, dessen Witwe 1656 die Schaumburg kaufte. Das Schloss wechselte oft seinen Besitzer. Die letzten Adligen, denen es gehörte, waren die Fürsten von Waldeck - Pyrmont.


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Copyright © Wolfgang Jakupka